Das Projekt ADINA (Automatisierungstechnik und Ergonomieunterstützung für innovative Kommissionier- und Umschlagkonzepte der Logistik in NRW) befasst sich mit der Analyse bestehender Automatisierungstechniken und deren Anpassung sowie Pilotierung in den spezifischen Umschlagbereichen der Logistik. Die Zielsetzung liegt in der verbesserten Vorbereitung der Logistikwirtschaft auf den bevorstehenden demografischen Wandel. Das Projekt wird aus Zuwendungen des Landes Nordrhein-Westfalen unter Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" gefördert.

Das Projekt ADINA setzt im Handlungsbereich der technischen Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen zur Ergonomieunterstützung an, die für die gewerblichen Umschlagprozesse (und andere Bereiche, bspw. Kommissionierung) vielversprechend sind, da gleichzeitig konkrete Teilziele verfolgt werden können:

  • Verbesserung der Arbeitsergonomie und dadurch präventiver Gesundheitsschutz sowie alternsgerechtes Arbeiten für die Beschäftigten, was Beschäftigte länger und in späteren Lebensjahren zur Arbeit in diesen Logistikprozessen befähigt;
  • Indirekt damit auch Motivation der Beschäftigten sowie Erleichterung der physischen Anforderungen und damit Geschlechter-Gleichstellung sowie eine Unterstützung der Integration älterer oder auch körperlich eingeschränkter Beschäftigter in die gewerblichen Logistikprozesse;
  • Optimierung der Arbeitseffizienz und damit auch eine signifikante Prozess- und Stückkosten-reduktion für die Unternehmen – damit indirekt weitere Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Logistik-, Industrie- und Handelsunternehmen in NRW.

Finales Ziel der Projektarbeiten ist es, mit den beteiligten Projektpartnern bestehende Automatisierungs- und Unterstützungssysteme (Ergonomie, sprachbarrierefrei) zu testen und im Projektverlauf an die spezifischen Einsatzanforderungen in der Logistik anzupassen. Insbesondere der Logistikbereich Umschlag und Kommissionierung bietet hierzu ein geeignetes und hoch innovatives Forschungs- und Anwendungspotenzial, dessen Nutzung die ergonomische Arbeitssituation in der Logistik mit ihrer großen Zahl an Beschäftigten insbesondere am Standort NRW verbessern soll. Dadurch werden Tätigkeiten in diesem Bereich attraktiver und effizienter gemacht. Ebenso können durch höheren Technik- und Automatisierungseinsatz neue Arbeitskraftpotenziale erschlossen, Prozesskosten in Umschlag und Kommissionierung gesenkt werden, Arbeitsunfälle, Gesundheitsschäden und Ausfallzeiten reduziert und nicht zuletzt die Attraktivität und soziale Teilhabe der gewerblichen Berufsbilder in der Logistik gesteigert werden.

Die Ergebnisse der ergonomischen Systemunterstützung im Bereich Umschlag und Kommissionierung eignen sich weiterhin, um in einem Leitfaden zusammengefasst zu werden, der neben der Vorstellung der Techniken und Instrumente einen Vorgehensplan zur Implementation enthält und Hilfestellung zur Beurteilung der Amortisationsrechnung liefert. Dieses Dokument könnte auch zur Erarbeitung von Richtlinien dienen, die die Lücke zwischen ergonomischen Anforderungen und technischen Systemlösungen schließt.